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Funktionaloptometrie – wenn das Sehvermögen stimmt, das Sehverhalten aber Nachhilfe benötigt.

Wenn die Brille zur Korrektur von Abweichungen in der Wahrnehmung nicht ausreicht, kann die „Funktionaloptometrie“ helfen, Dysbalancen zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Sehkomforts zu erarbeiten.

Die so genannte „Funktionaloptometrie“ beschäftigt sich mit den Funktionsstörungen, die am gesunden Auge auftreten können. In vielen Fällen reicht es einfach nicht, sich nur auf die klassischen augenoptisch gebotenen Korrektionshilfen zu verlassen, um eine Abhilfe bei Fehlsichtigkeit zu gewährleisten. Oft lassen sich trotz solcher physikalischen Lösungen (Brille oder Kontaktlinsen) Abweichungen bei der Sehfähigkeit feststellen, die über eine übliche Augenglasbestimmung – bei Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie) – hinausgehen.

Auf diese Symptome sollten Sie achten:

  • Kopfschmerzen
  • Schulter- und Nackenschmerzen
  • Außergewöhnliche Lichtempfindlichkeit
  • Zeitweises Schielen
  • Häufiges Augenbrennen
  • Unterschiedlich weit entfernte Objekte lassen sich nicht „scharf“ anvisieren
  • Seitliches Neigen des Kopfes beim Lesen
  • Deutlich zu kurzer Leseabstand
  • Buchstaben in Texten erscheinen beim Lesen seitlich verschoben
  • Buchstaben werden verwechselt (p/b, b/d)
  • Konzentrationsschwierigkeiten beim Schreiben/Lesen längerer Texte
  • Koordinationsschwierigkeiten bei Ballsportarten

Leiden Sie zum Beispiel unter Ermüdungserscheinungen bei zu langer Bildschirmarbeit? Haben Sie Schwierigkeiten ein klares Bild von einem Objekt in unterschiedlichen Entfernungen wahrzunehmen oder lassen sich bei Ihnen Defizite bei der Verarbeitung visueller Eindrücke feststellen, die sich zum Beispiel bei sportlichen Aktivitäten oder im Straßenverkehr einschränkend bemerkbar machen, wie etwa bei einem fehlerhaften „Zusammenspiel“ der Augen (Schielen, Doppeltsehen)? Verwechselt Ihr Kind beim Lesen häufig Buchstaben (p mit q, b mit d oder u mit v), was zu einer deutlich verminderten Sinnerfassung von Texten (beim Lesen und Schreiben) führen kann und in vielen Fällen gleich mit der Diagnose „Lese-Rechtschreibschwäche“ in Zusammenhang gebracht wird? Aber auch körperliche Symptome können sich als deutliche Folgen einer Dysbalance der Sehfähigkeit einstellen wie etwa Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich.

Funktionaloptometrie

In solchen Fällen können die Fragestellungen und Analysemethoden, die bei einer Funktionaloptometrie eingebracht werden können, wertvollen Aufschluss darüber geben, mit welchen geeigneten Maßnahmen Defiziten begegnet werden kann. Die Funktionaloptometrie beschäftigt sich mit „Funktionsstörungen, die bei gesunden Augen aufgrund eines falschen Sehverhaltens oder einer fehlerhaften Sehentwicklung auftreten und zu Problemen der visuellen Wahrnehmung führen können“ (Definition nach den Angaben der Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie, WVAO). Als Teildisziplin lässt sie sich in die Fachbereiche der Augenoptik und Optometrie integrieren.

In der Funktionaloptometrie werden die folgenden Parameter mit geeigneten Methoden getestet.

Dabei konzentriert sich das Erkenntnisinteresse auf Auffälligkeiten, die nicht direkt am Auge selbst auftreten, sondern vornehmlich beim beidäugigen Sehen:

  • Werden Augenbewegungen korrekt ausgeführt?
  • Akkommodation: Fähigkeit der Augen, Objekte im Nah- bzw. Fernbereich scharf zu stellen
  • Stellung / Zusammenspiel des linken und rechten Auges zueinander / miteinander
  • Werden visuelle Informationen korrekt verarbeitet?

Entsprechende Analysen des Sehverhaltens bieten sich nicht nur für erwachsene Menschen an. Kinder mit Lern- oder Leseproblemen verdienen eine besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich möglicher funktioneller Beeinträchtigungen im Sehkomfort. Vorausgesetzt werden sollte in einem solchen Fall grundsätzlich, ob der behandelnde Augenarzt im Vorfeld eine medizinisch relevante Augenerkrankung ausschließen konnte. In jüngster Zeit treten bei Defiziten des visuellen Systems immer häufiger auch andere beeinflussende Faktoren (Stressoren) in den Vordergrund, die möglicherweise im Verbund mit anderen Fachdisziplinen zu behandeln sind. Einzelne Probleme bzw. Dysfunktionen sind als Teil eines Gesamtsystems zu sehen, insofern steht der Mensch im Zentrum einer ganzheitlichen Betrachtungsweise.

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Anhand eines aufwändigen Prüfverfahrens können wir im Rahmen einer Funktionaloptometrie den Ursachen eines visuell abweichenden Verhaltens nachgehen, um daraus Schlussfolgerungen für geeignete Maßnahmen zu ziehen. Aus den Ergebnissen unserer Analysen entwickeln wir ein am individuellen Fall orientiertes Training, das Körper und Augen als eine zu koordinierende Einheit versteht. Mit Hilfe eines individuellen ganzheitlichen Visualtrainings lassen sich erkannte Störungen beheben, mit dem Ziel „richtiges Sehen“ zu erlernen und einzuüben. Für die angesetzten Funktionsübungen benötigt man in der Regel nur wenige Minuten täglich, um mit einer solchen Therapie nach einem überschaubaren Zeitraum (zwischen sechs bis acht Wochen) bereits „sichtbare“ Erfolge erzielen zu können. Bei Kindern ist eine Mitwirkung der Eltern, die den regulären Ablauf eines solchen Übungsprogramms ihres Kindes begleiten sollten, unerlässlich.

Auffälligkeiten hinsichtlich der Blicksteuerung, der Blickbewegung oder dem Zusammenspiel beider Augen sollten nur von eigens ausgebildeten Fachkräften beurteilt und behandelt werden. In diesem Sinne nehmen wir bei Sehkomfort Schöne Aussicht das bestmögliche Sehen für unsere großen und kleinen Kunden sehr ernst. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sind hier Pflicht und garantieren, dass wir uns mit unseren Leistungen immer auf dem aktuellen Stand des Wissens bewegen. Bei Sehkomfort ist Inhaberin Sabine Zirngibl, Meisterin für Augenoptik und WVAO-zertifizierte Funktionaloptometristin, Ihre kompetente Ansprechpartnerin und jederzeit beratend für Sie da. In diesem Sinne freuen wir uns darauf, Ihnen zu einem besseren Sehen und zu mehr Sehkomfort verhelfen zu dürfen.